Rezension unserer Leserin Elke Rossmann

Ursula Poznanski: Saeculum

Poznanski, der Name, den man sich merken muss, wenn man gute Bücher lesen will!

Mittelalter spielen in einem einsamen Wald? Rollen, in die man schlüpft, und sie bis zum bitteren Ende durchzieht? Macht dass wirklich jemand?

Ja, ich habe solche Menschen kennengelernt und es stimmt, solche Conventions sind heut zutage angesagt. Darum habe ich Saeculum gelesen, weil ich selbst Menschen kenne, die so etwas tun und glauben sie mir, diese Menschen sind nicht die Schlechtesten! Trotzdem frage ich mich, ist es die Königsdisziplin der Computerspiele?

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Peter Mayle: Ein diebisches Vergnügen

Ein Weinkrimi der in Los Angeles startet und über Paris nach Marseille führt. Weinkenner werden von den Namen der gestohlenen Weinflaschen schon die Geschmacksnerven blank liegen. Weinsammeln gehört nun schon zum guten Ton. Wenn das Geld immer weniger wird, die Risiken auf den Finanzmärkten immer größer werden, legt so mancher sein Geld in Flüssiges, sprich Wein an. Das dies schief gehen kann und Gangster auch Weinkeller heimsuchen, das zeigt uns der gut geschriebene Krimi von Peter Mayle. Wer die Namen der Weingüter liest, die vorgestellten Gerichte zu den Weinen liest, dem wird das Wasser im Mund zusammenlaufen. » Weiterlesen

Oliver Harris: London Killing

Die City of London, der Finanzplatz schlechthin, war schon immer der Ort an dem sich Wölfe und Lämmer der Finanzwelt begegnet sind. Die einen Fressen, die anderen werden gefressen. Regeln gibt es wenige. Dass die wenigen Regeln eingehalten werden dafür sorgen die verschiedensten Abteilungen der Polizei und Scottland Yard. Ein schwarzes Schaf, dieser Institutionen, das aber mit allen Wassern der Themse gewaschen ist, ist  Detective Nick Belsey. Spieler, Trunkenbold an jeder Theke der Weltstadt heimisch und bekannt. Er ist die letzte Firewall der braven Bürger. Das Buch ist ein echtes Meisterwerk, das einen tiefen Blick in die Finanzwelt der City und ihren Jongleuren erlaubt.

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Thriller

Gear & Gear: Der Edeneffekt

Von Elke Rossann

Eine bizarre Mischung, dieser Edeneffekt. Auf der einen Seite lebt das Buch durch eine hochinteressante, leicht verständliche und wissenschaftlich fundierte Grundidee, die irre gut ist. Auf der anderen Seite eine typische James Bond Story, teilweise bis zur Persiflage überzogen. Was Frank Schätzing in Limit mit Eleganz kombiniert, wird von Gear & Gear erbarmungslos zusammen geschustert. Dennoch, fünfhunderteinundvierzig Seiten, die Spaß machen. Lassen Sie sich einmal von Anthropologie, Archäologie und Statistik verführen. Langweilig? Nicht die Bohne, spannend, erschreckend und logisch. Wen wundert es, Michael und Kathleen Gear sind anerkannte Wissenschaftler auf dem Gebiet und wurden bereits mit Regierungspreisen ausgezeichnet. » Weiterlesen

Uwe Klausner: Kennedy-Syndrom

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 begannen die NVA, 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei (Vorläufer der Grenztruppen), 5000 Angehörige der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei und 4500 Angehörige der Betriebskampfgruppen die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln.(Wikipedia). Dies ist der Hintergrund des historischen Kriminalromans. Eine spannende Zeit damals als es schien dass die Sowjetunion den USA den Rang abläuft. Im Weltraum waren die Sojuskapseln der Stachel im Fleisch und mit dem Schweinebuchtdesaster auf Kuba war der amerikanische Präsident John F. Kennedy auf einem politischen Tiefpunkt angelangt. All dies verarbeitet der Historiker Klausner in exzellenter Weise. » Weiterlesen

Joe Schreiber: Bye Bye, Crazy Chick!

Nicht immer ist steckt ein Jugendbuch drin da wo Jugendbuch drauf steht. Die Redaktion empfiehlt es für Menschen ab 16. Das Werk ist ein echt rasanter Einstieg in die Romanwelt des Actionromans. Es ist alles drin was ein richtiger fetziger Roman haben muss. Es knallt und es knacken die Knochen. Augenzwinkern ist natürlich die „Liebeswelt“ der Teens Gegenstand der Betrachtungen. Das Ganze spielt sich hauptsächlich natürlich beim Abschlussballabend ab. Der Protagonist soll da hin mit den vermeintlich hässlichsten Mädchen der Welt. » Weiterlesen

Goldfieber

Geschichte spannend erzählen, das kann Andreas Gößling. Dabei merkt man das viele Fakten in den Roman einfließend, die man sonst nur trocken aus Fachbüchern geliefert bekommt. Durch die spannende Erzählung bleibt auch vieles im Gedächtnis. Die Eroberung des Süd- u. Mittelamerikanischen Kontinents durch die Spanier, allen voran Hernando Cortez, ist schon Mittelpunkt vieler Geschichten gewesen. Gößling hält sich an viele Fakten und lässt dabei nichts ungeschönt. Wer Barbar und wer Wilder, wer zivilisiert und wer Zerstörer ist, das lässt der Autor nicht offen. Ein Abenteuerbuch für Menschen ab 14 Jahren. » Weiterlesen